Otto Fickert

Otto Fickert 1934
Fickert, Otto, geb. am 2. Oktober 1903 in Glauchau, lebt in Sachsenburg, wo er als Friseurmeister einen eigenen Friseurladen unterhält. Im Jahr 1929 heiratet er Hertha Leipelt, und aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor, Liesel und Otto.

Seine Zugehörigkeit zu den Bibelforschern bringt Otto Fickert bald in Schwierigkeiten mit den Behörden. Er wird von der Polizei ermahnt, seine Religion aufzugeben, doch Otto Fickert bleibt seinem Glauben treu.

Am 11. März 1935 wird Otto Fickert wegen „staatsfeindlicher Gesinnung in Schutzhaft genommen“ und ins Konzentrationslager Sachsenburg eingeliefert. Dort ist er bis zum 19. Mai 1935 inhaftiert. Nach der Entlassung kann Otto Fickert erneut seinen Friseurladen betreiben.

Am 8. Februar 1937 nimmt die Gestapo ihn zum zweiten Mal in Schutzhaft. Seine Frau kann Dank eines Gehilfen das Geschäft weiterführen und so die Versorgung der Familie sichern. Doch auch sie wird kurze Zeit später verhaftet, und ihre Kinder werden von Amts wegen bei den Eltern von Hertha Fickert in Lübeck untergebracht. Das Gericht in Freiberg verurteilt Otto Fickert am 23. September 1937 zu zwei Jahren Gefängnis wegen „Zuwiderhandlung gegen das Verbot der Internationalen Vereinigung Ernster Bibelforscher“. Die Haft sitze er in Bautzen und Heeselicht ab. Als er am 23. März 1939 entlassen wird, hat die Gestapo bereits den Bürgermeister von Sachsenburg angewiesen, Otto Fickert überwachen zu lassen.

Wann genau Otto Fickert zum dritten Mal verhaftet wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Genauigkeit feststellen. Diesmal wird er in das Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert. Seine Familie erhält von ihm noch einen Brief aus dem Lager, datiert vom 14. Januar 1940. Dann, am 8. Februar 1940, erreicht die Schwiegereltern von Otto Fickert ein Telegramm mit dem kurzen Wortlaut: „Schwiegersohn Otto an Herz- und Kreislaufschwäche verstorben – Kommandant.“

Otto Fickert stirbt am 7. Februar 1940 (Eintrag im Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen).

Tabellarischer Lebenslauf Otto Fickert

Text und Bilder: Jehovas Zeugen in Deutschland, K.d.ö.R.

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