Sammelband zur Geschichte des KZ Sachsenburg vorgestellt

Am vergangenen Wochenende wurde der Sammelband zur Geschichte des KZ Sachsenburg vor fast 60 interessierten ZuhörerInnen beim Sachsenburger Dialog vorgestellt. Viele Fragen zur Geschichte konnten aufgeklärt werden, gleichzeitig haben sich auch viele neue Themenbereiche ergeben, die noch auf eine Erforschung warten.

Der Band dokumentiert nicht nur die Geschichte des KZ Sachsenburg, sondern zeigt auch die Wege des Erinnerns nach 1945 auf. Dabei würdigt er auch das Engagement um die Wiedereinrichtung einer Gedenkstätte seit 1990.

Das Buch bietet damit eine gute Grundlage für den Aufbau der Gedenkstätte, der nun in greifbare Nähe rückt. Hier bedarf es noch vieler Entscheidungen und Schritte. Eine steht nun kurz bevor: die Grundsatzentscheidung des Stadtrates zum Konzept am 20. Juni. Hier steht der Stadtrat vor der Frage, welche Gebäude in die Gedenkstätte einbezogen werden sollen: Zellengebäude, Villa und/oder Fabrik?

Erstaunt hat uns an dem Sammelband, dass er diesbezüglich schon mehr weiß:

„Das Gebäude der Spinnerei und die Kommandantenvilla werden nach heutigem Stand, unter anderem aufgrund der hohen Investition- und Instandhaltungskosten, nicht zur Gedenkstätte gehören.“ (Pampel, Bert: Vom vergessen KZ zu einer neuen Gedenkstätte. In: Konzentrationslager Sachsenburg. 2018, S. 456)

Das hat uns sehr überrascht, denn hier wird die Entscheidung des Stadtrates schon vorweg genommen. Schade, denn wir wünschen uns, dass die Gedenkstätte durch eine breite Beteiligung der BürgerInnen entsteht.

Der Band Konzentrationslager Sachsenburg (1933–1937) mit 464 Seiten und 138 Abbildungen ist beim Sandstein-Verlag unter der ISBN 978-3-95498-382-7 erschienen. Der Preis ist 25€. Herausgeber: Bert Pampel; Mike Schmeitzner; Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft; Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden

Quelle des Bildes: Sandstein-Verlag, 2018.

 

Am Tag darauf fand das alljährliche Gedenken mit Lesung, Kranzniederlegung und Rundgängen statt. Auch hier zeigte sich ein breites Interesse durch die vielen TeilnehmerInnen. Darüber freuen wir uns außerordentlich.

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